
Informationsexplosion, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Kybernetik, Genetik, die Kontrolle und Versklavung des Menschen durch die Technologie, Warnung von Konformismus und Manipulation des Menschen, die Erforschung fremder Planeten und die erstmalige Begegnung mit außerirdischen Lebewesen sind einige Themen dieser von kritischem Geist durchdrungenen Erzählungen. Es sind Beispiele von Extrapolationen möglicher Entwicklungen, auf technischem wie sozialem Gebiet. Das Zukunftsbild geht unmerklich in die Anti-Utopie über. Es zeigt nicht bloß mögliche Anwendungen der Naturwissenschaft, sondern warnt auch vor deren Mißbrauch: nicht bloß Perspektiven werden eröffnet, sondern auch Abgründe, zur futuristischen Aussicht gesellt sich die kritische Einsicht. An wissenschaftlicher Phantastik und spannendem Aufbau lässt keine der Erzählungen etwas zu wünschen übrig. An jedem einzelnen Leser hat sich zu erweisen, ob er der Erbschaft Einsteins würdig ist.

14. Mai 1927 – 16. Juli 2022
Österreichischer Physiker, Sachbuchautor und Science-Fiction-Schriftsteller, außerdem aktiv in den Bereichen Zukunftsforschung, Höhlenforschung sowie Computergrafik und Computerkunst. Franke pflegte einen klaren und sehr nüchternen Stil. Immer wiederkehrendes Motiv seiner Romane und Erzählungen ist die Frage nach dem Wesen der Realität, auf die es keine endgültige Antwort gibt. Ein weiteres bestimmendes Thema in Frankes Werken ist die ausweglose Situation von Individuen in zunehmend technisierten, durchorganisierten und totalitären Welten der Zukunft, wobei Franke seine Visionen aus schon vorhandenen Trends und Technologien unserer Zeit komponiert. Als übergeordnete philosophische Frage, …
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